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Aktuelle Meldungen

01.08.2007 Forenhaftung absurd

Beleidigungen sind gefährlich; im realen Leben für den Urheber, im Internet aber auch für den Betreiber der Plattform, auf welcher diese geäußert wurde. Dies kann man noch verstehen, wenn der Betreiber solch eine (offensichtliche) Beleidigung nach Kenntnis und einer entsprechenden Beschwerde nicht entfernt. In diesem Fall könnte man mittels gesundem Menschenverstand davon ausgehen der Betreiber billige diese und mache sie sich zu eigen.
Nun entschieden bereits Gerichte, dass Betreiber von Internetforen auch ohne Kenntnis für derart Äußerungen als Mitstörer haften (wir berichteten). Wenn man dies ins reale Leben übertragen würde, müsste auch ein Gaststättenbesitzer für die beleidigenden Äußerungen eines Gastes haften, ohne diese jemals gehört zu haben. Eine Rechtssicherheit wird bei Foren ohne Vorabkontrolle der Beiträge (und selbst danach) nicht möglich aufgrund solch praxisferner Entscheidungen.
Nun gibt es jedoch noch unverständlichere Gerichtsentscheidungen. Ein Gericht entschied, dass auch als Beleidung interpretierbare Äußerungen einen Unterlassungsanspruch begründen können (siehe unten genannten Link, Urteilsbegründung steht noch aus). Man darf auf die entsprechende Urteilsbegründung gespannt sein, ob die beleidigende Interpretierbarkeit im Auge des Klägers liegen darf. Nicht gespannt darf man auf die folgenden Abmahnungen unter Verweis auf diese seltsame Entscheidung sein, denn diese kommen bestimmt.
www.spiegel.de

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22.06.2007 Über das Ziel hinaus geschossen

Das Urheberrecht ist dazu da immaterielle Güter und dadurch die Schaffer geistigen Eigentums und ihre Werke zu schützen, so weit die durchaus sinnvolle und nachvollziehbare Theorie.

In der Praxis sieht es jedoch zumeist so aus, dass diese Rechte vorwiegend von Verwertern, nicht von Schaffenden in Anspruch genommen und vertreten werden. Sinnvollerweise sollten die entsprechenden Gesetze also Verwerterrecht heißen, vielleicht weil der Begriff „Verwerter“ unangenehme Assoziationen aus dem Tierreich weckt ist dem nicht so.
Nun sind derzeit viele Interessengruppen aus unterschiedlichem Antrieb der Meinung das Urhebberrecht müsse aktualisert und neuen Gegebenheiten angepasst werden, allen voran die Vertreter der Verwerter. Dass deren Interessen sich wenig bis nicht nicht mit den Interessen der breiten Öffentlichkeit decken ist naheliegend, oftmals decken sie sich jedoch nicht einmal mit den Interessen der wirklich Urheber.

Nun wird derzeit der sogenannte „2. Korb“ der Urheberechts­novelle beraten und wie diser aussehen soll ist unter dem nachfolgenden Link ersichtlich. Schnell wird man erkennen, dass hier neben anderen durchaus dreisten Forderungen der Rechteinhaber auch ein Paradoxon in Gesetz gegossen werden soll, die sogenannten Geräteabgaben. Diese sind dazu gedacht eine pauschale Vergütung an die Rechteinhaber für privat erstellte Vervielfältigungen geschützter geistiger Werke zu erwirtschaften. Diese Abgaben fallen auf alle Geräte an, welche dazu geeignet sind derartige Werke zu vervielfältigen wie Kopierer, Scanner, CD– und DVD–Brenner, Rohlinge und andere.
So weit so gut, würde nicht das neu geregelte Urhebberecht das, auch private, Kopieren urheberrechtlich geschützer Werke verbieten, sofern diese technisch geschützt sind. In der Praxis ist jedoch nicht sehr weitreichend definiert, was ein solcher Schutz ist, so wird z.B. auch CSS auf der DVD als solcher Schutz angesehen, womit eigentlich untersagt ist eine DVD zu kopieren da praktisch fast jede DVD über CSS verfügt. Bei der Erhebung und Ausschüttung spielt dieser Umstand dann jedoch keinerlei Rolle mehr. Der Verbraucher wird also quasi für eine Vergehen pauschal mit einem Bußgeld belegt ohne weiteren Nachweis, dass er diese auch begangen hat wenn man dieses abstruse Konstrukt zu Ende denkt.
www.heise.de

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20.06.2007 Internet­nutzer durch breiten Angriff bedroht

Man hört häufiger aus der eher naiven Ecke den Ratschlag man sei als Internetnutzer sicher, sofern man nur „vertrauenswürdige“ Internetseiten besucht. Was die gutmeinenden Ratgeber hier aber meist vergessen zweigt ein derzeit aktueller, groß angelegter Angriff auf Internet­nutzer.
Bisher unbekannte Täter sind in eine große Anzahl Server durch eine Lücke in einer Verwaltungssoftware eingedrungen und haben die Webseiten unzähliger und unbedenklicher Internetseiten manipuliert. Dabei wurden die Seiten derart modifiziert, dass sie ein meist verstecktes Iframe (ein eingebundenes Frame zur Darstellung von Inhalten anderer Seiten innerhalb einer HTML-Seite) enthalten, welches Schadcode von einem anderen Server nachläd.

Dies allein ist noch nicht besonders spektakulär, da dies bereits mehrfach in ähnlicher Form geschehen ist, jedoch kommt auf dem Server mit den Schadfunktionen ein recht fortschrittliches Programm aus vermutlich russischer Quelle zum Einsatz, welches den ausgelieferten Schadcode auf das Betriebssystem und den Browser des Nutzers zurecht schneidet um somit die Infektions­wahrscheinlichkeit zu erhöhen.

Da dieses Schadprogramm eine einsehbare interne Statistik führt über erfolgte Infektionen kann man recht zuverlässig von einer Zahl von über 100.000 bereits infizierter Rechner ausgehen. Derzeit nutzt das Schadprogramm nur Lücken in Browsern, Plugins, Programmen und Betriebssystemen für welche bereits Patches existieren, man kann sich also durch Updates schützen. Es ist jedoch nicht auszuschließen dass zukünftig auch sogenannte 0–Day Exploits zum Einsatz kommen werden, da dieses Schadprogramm kommerziell vertrieben und gewartet wird.
www.heise.de

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31.05.2007 Aktualisierungen für Open–Source Browser Firefox

Für den beliebten Open–Source Browser Firefox erschien heute eine Aktualisierung, die verschiedene Sicherheitslücken schließt. Die schwere der Lücken reicht von einer Denial of Service (DoS) Attacke auf den Browser, über das Ausspähen von Daten, bis hin zur Einschleusung von Programmcode welcher dann mit den Rechten des angemeldeten Nutzers zur Ausführung kommt.
Es wird dringend empfohlen dieses Update ein zu spielen, sofern man nicht ohnehin automatische Updates aktiviert hat und diese vollautomatisch im Hintergrund installieren lässt.

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16.05.2007 Freeware Content Management System Artmedic mit Hintertüren

Wie Heise berichtet, finden sich im Quelltext des CMS Artmedic an mehreren Stellen fest eingebaute Hintertüren. Diese können von Angreifern genutzt werden, um eigenen PHP–Code auf dem Server auszuführen. Schlimmstenfalls kann hierüber der komplette Server übernommen und zu eigenen Zwecken missbraucht werden.
Noch ist unklar, ab welcher Version das System dahingehend verändert wurde, da eine Stellungnahme des Anbieters derzeit noch aussteht. Infolgedessen ist die einzig sichere Alternative die komplette Deaktivierung des CMS.

www.heise.de

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07.05.2007 Landgericht Hamburg bekräftigt umstrittenes Urteil zur Forenhaftung

Mit dem Urteil vom 27. April 2007 bestätigt und erweitert das LG Hamburg, unrühmlich bekannt durch weitere praxis– und verständnisfreie Urteile, die Haftung von Forenbetreibern im Internet als sogenannte Mitstörer auch ohne die Kenntnis strittiger Inhalte. Hierbei wurde auf Grundlage des Paragrafen 54 des neu geregelten Rundfunk­staatsvertrages entschieden, was Internetforen mit redaktionell gestalteten Angeboten gleich setzt.

Anlass dieses Urteils war ein ebenfalls erstinstanzlich vom LG Hamburg erlassenes Urteil zu Ungunsten des Betreibers des „Supernature Forums“. Der Betreiber hatte auf eine Abmahnung aufgrund mehrerer Forenpostings mit einer Negativen Feststellungsklage reagiert, um Rechtssicherheit für Forenbetreiber im Allgemeinen zu erreichen. Die Abmahnungen hatten sich auf das zur damaligen Zeit noch nicht rechtskräftige Urteil gegen den Heise–Zeitschriften­verlag gestützt.

Dieses Urteil, sofern die beiden Parteien nicht in Berufung gehen werden und es Bestand hat, wird sehr wahrscheinlich die deutsche Forenlandschaft nachhaltig prägen. Galt bisher die Haftung nach allgemeiner Rechtsauffassung erst nach positiver Kenntnis, so wird zukünftig jeder Forenbetreiber grundsätzlich für sämtliche Beiträge in seinem Forum voll haftbar und eine vorherige Aufforderung zur Entfernung strittiger Inhalte ist nicht mehr nötig. Einzige Lösung dieses Problems scheint derzeit die volle redaktionelle Betreuung von Foren und ggf. manuelle Freischaltung aller Beiträge, wie sie von uns erstellte Foren bieten.

www.foren-und-recht.de

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07.05.2007 Relaunch der Internetseite in neuem Design

Am Montag, den 7. Mai 2007 wurde nach längerer Umzugs– und Umbauphase die neue Version unserer Internetseite online gestellt. Wir hoffen, dass es zu keinen Problemen mit der neuen Version kommt, sollten Sie doch an einer Stelle Fehler finden, so lassen Sie es uns bitte wissen.

Mit freundlichen Grüßen, Ihr com|markt–Team

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